Entstehungsgeschichte der Koordinierungsstelle
Frauen und Wirtschaft

Die Intention berufliche und betriebliche Frauenförderung durch die Einrichtung einer Koordinierungsstelle in der Region zu unterstützen, hat eine längere Vorgeschichte.


Team der ersten Stunde::
Anne Wilkens-Lindemann, Hille Kornemann, Ina-Maja Lemke-Hadick, Elke Lagenstein, Helma Niemeyer (v. links)

Bereits im Jahr 1993 wurden im Amt der Frauenbeauftragten des Landkreises Oldenburg die Möglichkeiten der Frauenförderung im Rahmen der regionalen Wirtschaftsförderung überprüft. Im Zuge der Untersuchung wurde u.a. eine Betriebsbefragung und eine Arbeitnehmerinnenbefragung bei über 100 Betrieben in verschiedenen Branchen und Betriebsgrößen im Landkreis Oldenburg durchgeführt. Ziel war, zum einen herauszufinden, welche betrieblichen Erfahrungen mit den Themen Erziehungsurlaub sowie Wunsch nach Teilzeitplätzen existierten. Zum anderen wurden die Betriebe nach ihrem Interesse an einem Zusammenschluss von Klein- und Mittelbetrieben zu einem Überbetrieblichen Verbund befragt.

Vor dem Hintergrund der Befragungsergebnisse wurde die Einrichtung zunächst einer Koordinierungsstelle mit der Förderung eines Verbundmodells von Klein- und Mittelbetrieben im Landkreis Oldenburg empfohlen und als Projektvorschlag für den Handlungsrahmen der gemeinsamen Landesplanung Bremen/Niedersachsen eingebracht.

Im September 1997 wurde im Frauen- und Gleichstellungsausschuss die Konzeption für die Einrichtung einer Koordinierungsstelle im Landkreis Oldenburg aufgrund eines politischen Antrages vorgestellt und diskutiert. Im Dezember 1997 beschloss der Kreistag mehrheitlich die Beantragung der Koordinierungsstelle.

Im Februar 1998 wurde seitens des Niedersächsischen Frauenministeriums ein Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, der Wirtschaftsförderung, dem Arbeitskreis Mittelständischer Unternehmen, dem Arbeitsamt und der Kreisverwaltung geführt. Hier galt es die Notwendigkeit der Einrichtung gerade für diese Wirtschaftsregion herauszustellen. Sowohl die Ergebnisse der Betriebsuntersuchung als auch die besondere Wirtschafts- und Beschäftigungsstruktur des Landkreises Oldenburg und des nahen Stadt- und Wirtschaftszentrums Delmenhorst traten dabei in den Vordergrund. Eine mögliche Ausweitung der Einrichtung im Erfolgsfall wurde vom Land einhellig begrüßt und unterstützt.

Im März 1998 erteilte das Niedersächsische Frauenministerium dem Landkreis Oldenburg den Zuschlag aus einem Bewerberkreis von sieben niedersächsischen Kommunen, eine Koordinierungsstelle einzurichten.

Bereits im Jahr 2000 häuften sich Stimmen nach einem kommunalübergreifenden Trägerprojekt mit der kreisfreien Stadt Delmenhorst. Diese geplanten Ausweitungen konnten in den verschiedenen politischen Gremien durch die Gründung eines Trägervereins zum 01.01.2002 in finanzieller Trägerschaft des Landkreises Oldenburg und der Stadt Delmenhorst durchgesetzt werden.

Die Erfahrungen, die die Projektträger mit der Ausweitung auf den Standort Delmenhorst machten, waren durchweg positiv. Bereits zu Projektbeginn im Jahr 1998 hatten die Projektinitiatoren den Wunsch, die Koordinierungsstelle möglichst breit aufzustellen. Dabei hatte der Landkreis Oldenburg nicht nur die Stadt Delmenhorst im Blick, sondern auch das Oberzentrum Oldenburg mit seiner vielschichtigen Wirtschaftskultur, guten Infrastruktur und Bildungslandschaft einschließlich renommierter universitärer Einrichtungen. Ab 2008 konkretisierten sich im Trägerverein Bestrebungen, das Projekt auf die Stadt Oldenburg auszudehnen. Diese Ausweitung konnte nach langer politischer Meinungsfindung zum 1. Februar 2012 umgesetzt werden. Die Stadt Oldenburg ist damit der dritte finanzierende Träger des Trägervereins.

Counter