Kunst von Sandra - Fassaden-Malerin | Oldenburg

Sandra Benning

Aufregende Wandkunst

Acht Fragen an Sandra Benning

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Frau Benning, was ist Ihr Business und wie ist die Idee dazu entstanden?

Ich bin freischaffende Künstlerin und gestalte Flächen mit bemalten Leinwänden, Wandmalereien und anderen kreativen Projekten. Gemalt habe ich schon immer gerne, so besuchte ich schon früh einen Malkurs und absolvierte nach der Schule meine Ausbildung zur Bühnenmalerin am Oldenburgischen Staatstheater. Dort arbeitete ich anschließend ein Jahr als Gesellin.
Obwohl mir die Arbeit am Theater sehr viel Freude bereitet hat, wuchs in mir der Wunsch, die Welt zu entdecken, eigene Kunstwerke zu schaffen und Erfahrungen am Filmset zu sammeln – so entstand die Idee, mein eigenes Business zu gründen.

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Was war am Anfang die größte Hürde bzw. Herausforderung?

Zu Beginn fiel es mir schwer, Kundengespräche zu führen und auf meinem Preis zu beharren. Dadurch kam es häufig zu sogenannten „Freundschaftspreisen“, obwohl ich einen höheren Stundenlohn hätte verlangen sollen. Zusätzlich gab es viele Materialien, mit denen ich noch nicht vertraut war.

In der Bühnenmalerei wurden nahezu alle Arbeiten im Innenraum ausgeführt, und die fertigen Bühnenbilder mussten nur für eine begrenzte Zeit ihren Zweck erfüllen. Die Materialien und Farben, mit denen ich im Theater gearbeitet habe, kannte ich gut und wusste genau, welche Produkte ich für meine Projekte benötigte.
Bei Fassadenmalereien hingegen betrat ich zunächst Neuland und musste mich in diesem Bereich erst zurechtfinden. Hier ist es entscheidend, den Untergrund genau zu kennen: Welchen Anstrich hat die Fassade bereits? Welche Grundierung ist erforderlich? In welchem Zustand befindet sich die Oberfläche? Auch Garagen und Türen stellten und stellen eine besondere Herausforderung dar, da sie aus unterschiedlichsten Materialien bestehen.
Selbst in Farbenfachgeschäften stieß ich gelegentlich auf Ratlosigkeit, da mein Tätigkeitsbereich eine Nische ist.
Darüber hinaus bin ich ein sehr geselliger Mensch, und am Theater hatten wir ein tolles Team, mit dem ich täglich zusammengearbeitet habe. Am Anfang fiel es mir schwer, dass ich oft auf mich allein gestellt war. Obwohl ich viel Musik und Hörbücher höre, vermisse ich die Pausen mit Arbeitskollegen, um einfach mal ein bisschen zu quatschen.

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Was hat besonders gut geklappt?

Bis jetzt hat jeder Kunde sich über das Endergebnis gefreut und ich habe es geschafft, auf die individuellen Wünsche und Anforderungen jedes Kunden einzugehen.
Ein weiterer Erfolg war, dass alle Rechnungen bisher pünktlich bezahlt wurden, was leider auch nicht selbstverständlich ist.

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Haben Sie Aufgaben abgegeben / sich helfen lassen? Wenn ja, welche bzw. wie?

Die vorbereitenden Arbeiten, vor allem die Grundierung von Fassaden oder Wänden wird oft von Malerkollegen übernommen, worüber ich sehr dankbar bin. Zusätzlich frage ich meine Kollegen auch öfter nach Rat, wenn ich mir nicht sicher bin, welches Produkt ich am besten verwenden kann.

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Inwiefern hat die EFA eine Rolle bei Ihrer Gründung gespielt?

Die EFA hat mich während meiner Gründung in vielerlei Hinsicht unterstützt. Sie stand mir bei allen Fragen zur Seite, erklärte mir verständlich, wie ich einen Businessplan erstelle, und half mir, den Überblick über die notwendigen Unterlagen zu behalten. Dank ihrer Unterstützung fühlte ich mich gut auf meine Zukunft als Selbstständige vorbereitet.

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Was hätten Sie sich seinerzeit gewünscht? Was hätten Sie noch gebraucht?

Rückblickend hätte ich mir gewünscht, an einem Kurs für Kundengespräche teilgenommen zu haben. Ein solcher Kurs hätte mir geholfen, sicherer und professioneller in der Kommunikation mit Kunden aufzutreten.

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Was würden Sie heute anders machen?

Ich würde darauf achten, keine Aufträge mehr anzunehmen, wenn die Wetterbedingungen für die Umsetzung nicht optimal sind. Bei zwei Projekten habe ich trotz Kälte und Nässe gearbeitet, was dazu führte, dass die Farbe nicht richtig trocknete, teilweise verlief und ich jeden Abend erschöpft und durchgefroren nach Hause kam. Das würde ich heute vermeiden.

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Wo sehen Sie Ihr Business in den nächsten 5 Jahren?

Mein erstes Jahr als Selbstständige war bereits ein großes Abenteuer – ich war viel unterwegs und konnte viel lernen. In fünf Jahren sehe ich mein Business gefestigter. Ich hoffe, bis dahin noch mehr Erfahrungen gesammelt zu haben, meine Zeit besser einschätzen zu können und vielleicht eine gewisse Routine in meinen Arbeitsalltag zu bringen. Gleichzeitig freue ich mich auf weiterhin spannende Projekte und bin gespannt, wohin die Reise geht.

Herzlichen Dank für das Interview Frau Benning!

Weitere Informationen zum Business von Frau Benning finden Sie unter www.sandra-benning.de und bei Instagram: kunstvonsandra

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