Triebwerk Stauden | Dötlingen

Stefanie Roeper

Wunsch nach Nachhaltigkeit und ökologischen Produkten

Acht Fragen an Stefanie Roeper

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Frau Roeper, was ist Ihr Business und wie ist die Idee dazu entstanden?

Mit einer Staudengärtnerei, die sich auf die Produktion von Jungpflanzen und Fertigware in Bioland Qualität konzentriert, habe ich mich in 2021 selbstständig gemacht.
Die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten steigt seit Jahren weiter an. Der Trend, im Garten aktiv zu sein, dort etwas für die Biodiversität zu tun, ökologisch zu arbeiten, gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Ich arbeite seit Jahren in diesem Bereich und erlebe den Aufschwung in der Bio- Branche direkt mit. Der Wunsch nach Nachhaltigkeit und ökologischen Produkten nimmt nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch in allen anderen Bereichen zu.
Ich unterstütze diese Entwicklung mit ganzem Herzen.
Da ich schon immer davon geträumt habe, meine eigene Gärtnerei zu gründen, habe ich diesen Schritt jetzt gemacht.

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Was war am Anfang die größte Hürde bzw. Herausforderung?

Die größte Herausforderung war erst mal den Anfang zu machen. Wo muss man sich melden, was muss man beachten. Über Gewerbeanmeldungen findet man total viel. Ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Sonderkultur wird kaum beschrieben. Gibt es Förderungen? Wo bekomme ich einen Kredit? Durch den Status der Sonderkultur ist alles etwas komplizierter als sonst.

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Was hat besonders gut geklappt?

Besonders gut hat der Businessplan geklappt! Ich hatte einen Coach vom Arbeitsamt und habe das Ergebnis von der EFA gegenchecken lassen. Das war super! Die Bank war begeistert von dem tollen Businessplan und mir hat es einfach sehr viel Selbstvertrauen gegeben, dass er von mehreren Stellen als gut befunden wurde.

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Haben Sie Aufgaben abgegeben / sich helfen lassen? Wenn ja, welche bzw. wie?

Ja, ich habe mir Hilfe beim Businessplan geholt. Ich hatte Unterstützung durch einen Berater von der WLO. Der ist zum ersten Bankgespräch mitgekommen. Den Kontakt hat die EFA hergestellt.

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Inwiefern hat EFA eine Rolle bei Ihrer Gründung gespielt?

Wie bereits erwähnt, hat die EFA mich bei der Erstellung meines Businessplans unterstützt und die Tragfähigkeit geprüft. Auch der Kontakt zur Wirtschaftsförderung des Landkreises Oldenburg (WLO) hat mir sehr geholfen.

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Was hätten Sie sich seinerzeit gewünscht? Was hätten Sie noch gebraucht?

Eigentlich nichts. Es hat bisher alles gut geklappt.

Aber eine Wahrsager-Kugel vielleicht. Durch den Ukrainekrieg hat sich vieles verändert. Die Düngerpreise sind explodiert und die Transportkosten schießen ja bei allem durch die Decke. Es ist abzuwarten, wie sich die Bio-Branche und somit auch mein Betrieb in der schwierigen Zeit behauptet. Bei meinem größten Kunden, den ich beliefere, sind in den vergangenen zehn Jahren die Verkaufszahlen stetig gestiegen. Aber durch insgesamt stark steigende Preise in allen Bereichen kaufen viele Kunden wieder mehr konventionelle Produkte, um Geld zu sparen. Wie es sich im nächsten Jahr entwickelt, bleibt spannend...

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Was würden Sie heute anders machen?

Wenig. In einigen technischen/handwerklichen Bereichen würde ich mir vielleicht Hilfe holen, wie z. B. beim Aufbau des Folienhauses. Aber im Großen und Ganzen bin ich mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden.

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Wo sehen Sie Ihr Business in den nächsten 5 Jahren?

Ich denke, dass sich die Flächen, auf denen ich produziere, vergrößern werden und ich nach und nach mehr Kunden gewinnen werde. Ich werde mich am Markt etablieren und Kontakte knüpfen. Damit habe ich schon begonnen.

Herzlichen Dank für das Interview Frau Roeper!

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