Heilen, Verbinden, Entfalten & Erleben

Julia Barr

Die kleine Amalie - Haus des Seins

Acht Fragen an Julia Barr

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Julia, was ist Dein Business und wie ist die Idee dazu entstanden?

Was ursprünglich als einfache Suche nach einem eigenen Yogaraum begann, entwickelte sich für mich schnell zu einer größeren Vision. Als ich das historische Haus in der Amalienstraße entdeckte, sah ich großes Potenzial für einen Rückzugsort mitten in der Stadt – einen Raum für Stille, Bewegung und Ausdruck für alle Generationen. Mit Mut und einer enormen Investition an Zeit und Herzblut schuf ich ein einzigartiges Konzept und ermögliche heute vielen Kleinunternehmerinnen ihr eignes Wirken unter dem Dach der Kleinen Amalie.

Der Zuspruch hat mich überwältigt. Schon in kurzer Zeit war unser Kursplan lückenlos gefüllt. Heute wirken neben mir rund 50 weitere Frauen mit wertvollen Angeboten im Haus. Das Portfolio ist breit gefächert und reicht von Yoga, Meditation und Breathwork über Klangbäder und Tanz bis hin zu spezialisierten Angeboten wie Kinder-, Baby- und Schwangerenkursen. Auch Coaching, Seminare und kreative Workshops finden bei uns ihren Platz.

Besonders stolz macht mich unsere enorme Kursvielfalt, die wirklich alle Generationen anspricht: Von Babykursen über achtsame Angebote für Jugendliche, bis hin zu Kursen für Menschen im reifen Alter. Dass wir für jede Lebensphase einen passenden Raum bieten können, war mein Herzenswunsch – und zu sehen, wie sich dieses bunte Miteinander nun mit Leben füllt, ist das schönste Kompliment für meine Arbeit.

Die Kleine Amalie öffnet ihre Türen auch für private Anlässe: Individuelle Anfragen für Geburtstage, Junggesellinnenabschiede, Motherblessings oder Firmenevents sind herzlich willkommen.

Der Name „Die Kleine Amalie“ ist eine bewusste Hommage an Amalie Marie Friederike, Herzogin von Oldenburg (1818–1875). Die Herzogin galt als ihrer Zeit voraus, naturverbunden und stand für eine starke Weiblichkeit – Werte, die sich im Konzept des Hauses widerspiegeln. Das „Klein“ im Namen ist zudem eine charmante Anlehnung an die Architektur: Eingebettet zwischen großen Stadthäusern, bietet das „kleine hübsche Haus“ im Inneren überraschend viel Raum zur Entfaltung.

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Was war am Anfang die größte Hürde bzw. Herausforderung?

Die größte Herausforderung lag für mich klar im gesamten Prozess rund um das Haus: die Verhandlungen, das Warten auf die Genehmigungen und die Unsicherheit, ob wir die Sanierung rechtzeitig fertigstellen können. Das war mit viel Anspannung und Ungewissheit verbunden.

Mein eigenes Business läuft seit Jahren erfolgreich, sodass ich grundsätzlich voller Mut meiner Vision gefolgt bin. Mit viel eigenen Antrieb und auch Rückenwind von vielen Wegbegleitern habe ich steht nach vorne geblickt.

Gleichzeitig war es emotional herausfordernd, dass ich auf finanzielle Förderungen gehofft hatte, die sich letztlich nicht realisieren ließen. Dadurch habe ich das gesamte Risiko und die Investitionen allein getragen – das hat mich durchaus auch einige schlaflose Nächte gekostet.

Umso dankbarer bin ich für mein Netzwerk aus wunderbaren Wegbegleitern und erfahrenen Unternehmerinnen um mich herum, die mir jederzeit mit Rat zur Seite standen.

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Was hat besonders gut geklappt?

Besonders beeindruckend war, wie schnell sich das Haus mit Leben gefüllt hat. Auch die Finanzierung des Hauses – inklusive Businessplan – hat sich so entwickelt, wie ich es geplant hatte.

Was mich dabei am meisten berührt hat, ist das große Vertrauen, das mir die Kursgeberinnen von Anfang an entgegengebracht haben. Diese Offenheit und Bereitschaft, Teil der Vision zu werden, war für mich etwas ganz Besonderes und hat vieles überhaupt erst möglich gemacht.

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Hast Du Aufgaben abgegeben / Dir helfen lassen? Wenn ja, welche bzw. wie?

Ja, von Anfang an war mir bewusst, dass ich nicht alles allein stemmen kann und möchte. Bereits eineinhalb Jahre vor der Eröffnung habe ich eine virtuelle Assistentin für Backoffice-Tätigkeiten für mein bestehendes Business engagiert. Da unsere Zusammenarbeit sehr gut funktioniert hat, war schnell klar, dass sie mich auch beim Aufbau der Kleinen Amalie unterstützen würde.

Sie hat unter anderem die Website erstellt und unterstützt heute beim Community Management sowie bei organisatorischen Abläufen. Darüber hinaus habe ich bereits im Dezember eine Werkstudentin eingestellt. Inzwischen gehören außerdem eine weitere Mitarbeiterin sowie eine freiberufliche Social-Media-Expertin zum Team.

Rückblickend war diese Entscheidung ein wichtiger Erfolgsfaktor. Heute, nur ein halbes Jahr nach der Eröffnung, läuft das Haus im operativen Tagesgeschäft weitgehend ohne meine direkte Anwesenheit. Dadurch kann ich mich auf die strategische Weiterentwicklung, neue Ideen und das Wachstum der Kleinen Amalie konzentrieren.

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Inwiefern hat die EFA eine Rolle bei Deiner Gründung gespielt?

Ich habe in den vergangenen Jahren mehrfach die Beratung der EFA in Anspruch genommen und bin sehr dankbar für die professionelle Unterstützung. Die Themen waren dabei vielfältig – von Fördermöglichkeiten über Fragen zu Mutterschaft und Selbstständigkeit bis hin zu Versicherungen und unternehmerischen Entscheidungen.

Besonders wertvoll war für mich jedoch nicht nur die fachliche Beratung, sondern auch der persönliche Austausch. Oft hat es geholfen, jemanden zu haben, der zuhört, mitdenkt und die richtigen Fragen stellt. Jedes Gespräch hat mir mehr Klarheit gegeben und mich dabei unterstützt, fundierte Entscheidungen für meinen eigenen Weg zu treffen.

Gerade in der Gründungsphase ist es unglaublich hilfreich, auf erfahrene Ansprechpartnerinnen zurückgreifen zu können. Die EFA war für mich dabei eine wichtige Anlaufstelle und Unterstützung.

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Was hättest Du Dir seinerzeit gewünscht? Was hättest Du noch gebraucht?

Grundsätzlich habe ich meine gesamte Selbstständigkeit ohne finanzielle Unterstützung aufgebaut und immer auf eigenen Beinen gestanden. Darauf bin ich durchaus stolz. Gleichzeitig zeigt es aber auch, welche Herausforderungen insbesondere für selbstständige Mütter und Teilzeit-Unternehmerinnen bestehen. Die laufenden Kosten – von Krankenversicherung über Steuerberatung bis hin zu Steuern und weiteren Abgaben – fallen immer an.

Rückblickend hätte ich mir vor allem in dem ersten Jahr mehr Entlastung gewünscht. Denkbar wären beispielsweise Zuschüsse zur Krankenversicherung oder steuerliche Erleichterungen in der Aufbauphase. Solche Maßnahmen könnten vielen Gründerinnen helfen, den Schritt in die Selbstständigkeit mit etwas mehr Sicherheit zu gehen.

Trotzdem bin ich dankbar für meinen Weg. Die Herausforderungen haben mich wachsen lassen und mir gezeigt, wie viel möglich ist, wenn man an seine Vision glaubt und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.

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Was würdest Du heute anders machen?

Puh, da fällt mir tatsächlich etwas ein 😉

Mit dem Wissen und den Erfahrungen von heute würde ich vor allem manche Verhandlungen anders führen. Damals stand für mich die Vision im Vordergrund – ich wollte meinen Traum verwirklichen und habe viele Entscheidungen mit viel Herzblut getroffen. Heute würde ich an einigen Stellen noch stärker auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen achten und selbstbewusster verhandeln.

Gleichzeitig bereue ich den eingeschlagenen Weg nicht. Die Erfahrungen haben mich wachsen lassen und waren wichtig, um dazuzulernen. Vor allem die Liebe zum Detail, die Atmosphäre des Hauses und die konsequente Umsetzung meiner Vision würde ich jederzeit wieder genauso machen. Genau das macht die Kleine Amalie heute zu dem Ort, der er ist.

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Wo siehst Du Dein Business in den nächsten 5 Jahren?

In den nächsten fünf Jahren sehe ich mein Business klar im Wachstum.

Die hohe Nachfrage zeigt mir bereits jetzt, dass der Bedarf für weitere Räume und Angebote da ist. Deshalb ist gut vorstellbar, dass ein zweiter Standort entsteht, an dem ich zusätzliche Bereiche abbilden kann, die heute noch nicht Teil des Hauses sind.

Gleichzeitig entwickelt sich mein Wirken über das Haus hinaus weiter. Erste Anfragen, mich als Beraterin in andere Projekte einzubringen, zeigen mir, dass das Konzept und meine Erfahrung gefragt sind.

Mein Ziel ist es, weiterhin Orte und Angebote zu schaffen, die Menschen wirklich erreichen und ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden stärken. Gleichzeitig ist es mir wichtig, mich nicht im „höher, schneller, weiter“ zu verlieren, sondern bewusst zu wachsen – in einem Tempo, das zu mir und meinem Leben passt.

Ein zentraler Fokus bleibt dabei meine Familie sowie genügend Raum für meine persönliche Weiterentwicklung. Erfolg bedeutet für mich nicht nur berufliches Wachstum, sondern auch innere Balance, Zeitqualität und ein stimmiges Leben insgesamt.

Herzlichen Dank für das Interview liebe Julia!

Weitere Informationen zum Business von Julia Barr findet Ihr unter http://www.kleine-amalie.de

 

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